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Der 2. Weltkrieg (von 1939 bis 1945)
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Der Zweite Weltkrieg war der zweite auf globaler Ebene geführte Krieg sämtlicher Großmächte des 20. Jahrhunderts und stellt den bislang größten und verheerendsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte dar. Der Krieg, den die sogenannten Alliierten gegen expandierende Achsenmächte führten, prägte das Weltgeschehen nach dem Krieg über die Politik und die Kriegsführung hinaus in den meisten wirtschaftlichen, technologischen, sozialen und kulturellen Zusammenhängen.

Die weltanschaulichen Gegensätze und Machtinteressen der zweckverbündeten Sieger mündeten in den Kalten Krieg, in dem sich zwei Staatenblöcke unter der jeweiligen Führung der sich etablierenden Supermächte Sowjetunion und USA gegenüberstanden. Der Zweite Weltkrieg forderte zirka 55 bis 60 Millionen Menschenleben, wobei die Sowjetunion und China Verluste in zweistelliger Millionenhöhe erlitten.

Er war durch eine starke Ideologisierung, häufig mit rassistischen Zügen geprägt. Dies führte zu zahlreichen Kriegsverbrechen und gewaltsamen, zumeist systematischen Übergriffen auf Kriegsgefangene oder Zivilbevölkerung. Dies traf besonders auf diejenigen Gebiete zu, die Deutschland unter dem Nationalsozialismus beziehungsweise das kaiserliche Japan kontrollierte.

Viele der dort ansässigen Bevölkerungsgruppen wurden als minderwertig betrachtet. Mit dem nationalsozialistischen Ziel des Lebensraumgewinns und der Blut-und-Boden-Ideologie war auch untrennbar die von Adolf Hitler im Januar 1939 im Falle eines Krieges angedrohte Vernichtung der „jüdischen Rasse“ in Europa verbunden, die sie letztendlich systematisch betrieben: Im sogenannten Holocaust starben allein sechs Millionen Juden. Auch ungefähr vier Millionen Angehörige anderer Volksgruppen, insbesondere Slawen, wurden Opfer eines ideologisch geprägten Vernichtungskrieges, in dessen Endphase auch viele Deutsche sinnlos geopfert wurden.

Vor, während und nach dem Krieg wurden Grenzen in Mittel- und Osteuropa, im Nahen Osten und in anderen Regionen teils mehrfach neu gezogen. Vielfache individuelle Umwälzungen verursachte der Zweite Weltkrieg durch eine millionenfache Entwurzelung in Form von Emigration, kriegsbedingter Flucht und Vertreibung ganzer Bevölkerungsgruppen.


Erschießung angeblicher Partisanen durch Angehörige der Wehrmacht in Russland, September 1941 | Quelle de.wikipedia.org

Dass die Zivilbevölkerung im Vergleich zum Ersten Weltkrieg noch stärker von den Kampfhandlungen direkt betroffen war, lag abgesehen von der Versorgungslage einerseits an der raschen Weiterentwicklung der Flugzeug- und Rüstungsindustrie, andererseits an der billigenden Inkaufnahme ziviler Opfer durch die Terror-Strategien, in deren Kontext die Kriegsteilnehmer oft neuartige Waffen erstmals einsetzten.

Der Zerstörungseffekt der großflächigen Bombardierung ganzer Städte in Europa und Asien mit teils 1000 Bombenflugzeugen wurde schließlich bei den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki mit nur einem Bomber erzielt. Damit demonstrierten die USA noch vor Kriegsende die Macht dieser neuen Massenvernichtungswaffe.

Nachdem im Ersten Weltkrieg fast alle kriegsteilnehmenden Staaten in Europa chemische Waffen eingesetzt hatten, verwendete ausschließlich Japan gegen China diese Art der Kriegsführung. Mehrere zunächst voneinander abgegrenzte Kriegsschauplätze mündeten in den Zweiten Weltkrieg, dessen genauer Beginn daher umstritten ist. Den ersten dieser Kriegsschauplätze schuf Japan im Jahre 1937 mit seiner zweiten Invasion Chinas innerhalb eines halben Jahrhunderts.

In Europa begann der Krieg im September 1939 mit den Angriffen des Deutschen Reiches und der Sowjetunion auf Polen, nachdem kurz zuvor im deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt für beide Staaten die Interessengebiete für militärische Expansionen (Polenfeldzug beziehungsweise Winterkrieg in Finnland) abgesteckt worden waren.

Großbritannien und Frankreich hatten zuvor Polen diplomatisch unterstützt und gaben auch Kriegserklärungen an das Deutsche Reich ab, griffen jedoch nicht wirksam ein und wandten sich nicht gegen die UdSSR. Auf See kam es jedoch zur mehrjährigen Atlantikschlacht. Da es im Winter 1939/40 zu keinem Friedensschluss kam, dauerte die Pattsituation an Land, der sogenannte „Sitzkrieg“, mehr als ein halbes Jahr an.

Im Frühjahr kam Deutschland mit dem „Unternehmen Weserübung“ einem britischen Zugriff auf Norwegen zuvor. Im anschließenden Westfeldzug wurde Frankreich nach wenigen Wochen geschlagen, der Kern der britischen Armee konnte sich jedoch aus Dünkirchen auf die Insel zurückziehen. Frankreich kollaborierte teilweise nach seiner Kapitulation, aber Großbritannien verteidigte sich in der Luftschlacht um England sowie auf See erfolgreich.

Die Versuche Mussolinis, nach dem 1935 eroberten Italienisch-Ostafrika auch im Mittelmeerraum zu expandieren, scheiterten schon im Ansatz, so dass im Frühjahr 1941 deutsche Truppen in Nordafrika eingreifen mussten, und kurz danach auch auf dem Balkan. Dies verzögerte den deutschen Überfall auf die bis dahin verbündete Sowjetunion um mehrere Wochen,

Moskau konnte nicht wie geplant vor Wintereinbruch erobert werden. Im Dezember bewirkte der japanische Angriff auf die Vereinigten Staaten sowie die anschließende deutsche Kriegserklärung, dass die USA, die Großbritannien und die UdSSR durch das Leih- und Pachtgesetz schon wirtschaftlich unterstützt hatten, nun auch militärisch mit voller Kraft in den Krieg eingreifen konnten. Durch den Kriegsschauplatz im Pazifikraum bekamen die getrennten Konflikte eine gemeinsame weltpolitische Dimension, die zwei Drittel aller Nationen und drei Viertel der Weltbevölkerung umspannte.

Durch den Seitenwechsel Italiens (1943) schied Mussolini als Machtfaktor aus, dem Suizid Hitlers folgte kurz darauf die Kapitulation der Wehrmacht, die den Krieg in Europa am 8. Mai 1945 beendete. Den Schlusspunkt der Kampfhandlungen setzte am 2. September 1945 die Kapitulation Japans.

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Quelle: Wikipedia

Eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg (Autoren)

 

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